"Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, lass uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland", heißt es in der Nationalhymne der DDR. Noch heute wird an den Ruinen gearbeitet, welche das Reich Adolf Hitlers hinterlassen hatte und bei Walter Ulbricht und Erich Honecker liegen blieben.

Vor bald 20 Jahren endete das zweite Sozialismus-Experiment auf deutschem Boden.

Das Sozialismus-Experiment des Adolf Hitler endete kläglich. "Adolf Hitler hatte auch Gutes getan, hat den Menschen Arbeit gegeben und Autobahnen gebaut". Solche und ähnliche Sätze vernimmt man immer noch mehr als 60 Jahre nach dem Ende des 1000-jährigen Reiches. War er einfach nur der falsche Führer? Jenen, die im Gleichschritt mit marschierten, fiel die Einsicht schwer, einem Rattenfänger gefolgt zu sein. "Ich bin's nicht, Adolf Hitler ist's gewesen".

Noch vergesslicher wurden die Deutschen bezüglich des unrühmlichen Endes der marxistischen Sozialismus-Experiments, die Mauertoten, die tägliche Schikane scheinen vergessen zu sein ebenso wie der Dank des Solidaritätszuschlages behobene Zerfall der Städte. War auch Erich Honecker nur ein unfähiger Führer?

Nun kommt Oskar Lafontaine daher, predigt Abbau der Arbeitslosigkeit und sozialistische Umverteilung und versucht, sich als neuer Führer anzubiedern.

Die mancherorts bejubelten Umfrageergebnisse zu den LINKEn scheinen zu bestätigen: Das germanische Führersyndrom ist noch lange nicht überwunden. Ist doch das Volk schwach und braucht nun einen starken Führer.

Ich denke, das deutsche Volk braucht keinen Führer, sondern allein mehr Bewusstsein über seine eigenen Fähigkeiten und den Mut, aus der Lethargie zu erwachen, und Eigenverantwortung zu tragen.